Collage eines Bildzyklus.© J. Ditt­loff
Col­la­ge eines Zy­klus.

Bun­ker-D der FH Kiel zeigt Re­tro­spek­ti­ve von Jo­han­nes Ja­nusz Ditt­loff

von Frau­ke Schä­fer

Ei­gent­lich soll­te die Re­tro­spek­ti­ve ja schon im März die­ses Jah­res an­läss­lich des 70. Ge­burts­tags von Jo­han­nes Ja­nusz Ditt­loff ge­zeigt wer­den. Aber wie so vie­les ist auch die­ses Vor­ha­ben von der Co­ro­na-Pan­de­mie ver­ei­telt wor­den. Nun wird „Quer­schnitt 70, Re­tro­spek­ti­ve 1985-2021" am Don­ners­tag, 2. Sep­tem­ber 2021, um 18 Uhr in der Ga­le­rie des Bun­ker-D der Fach­hoch­schu­le (FH) Kiel er­öff­net.

Die Zeit des er­zwun­ge­nen Rück­zugs hat der mitt­ler­wei­le 71-jäh­ri­ge Ditt­loff ge­nutzt, um seine bis­he­ri­ge künst­le­ri­sche Tä­tig­keit zu bi­lan­zie­ren. Er­geb­nis die­ser Bi­lanz sind unter an­de­rem die bei­den Bild­bän­de RE­TRO­SPEK­TI­VE 70 und Fo­to­IN­TER­PRE­TA­TIO­NEN. Um einen Aus­gleich für die un­end­li­chen Stun­den vor dem Com­pu­ter zu schaf­fen, habe er Rück­zugs­or­te ge­sucht und ge­fun­den, er­klärt Ditt­loff. „So war es für mich der Wald eine Ent­de­ckung der Stil­le. Auf diese Weise ist der Zy­klus NATUR/KUL­TUR II ent­stan­den. Er be­inhal­tet Licht und Schat­ten mit den Makro-Bil­dern von Struk­tu­ren von Na­deln und Bäu­men mit einer im­pres­sio­nis­tisch abs­trak­ten Syn­the­se. Diese ver­bin­det die Äs­the­tik im über­tra­ge­nem Sinne mit der Tra­gik des Ster­bens der Wäl­der und der Ver­gäng­lich­keit jeg­li­chen Le­bens.“

Ditt­loffs Aus­ein­an­der­set­zung mit Um­welt­zer­stö­rung und Kli­ma­wan­del spie­gelt sich in meh­re­ren gra­fi­schen und fo­to­gra­fi­schen Werk-Zy­klen wider. Die Be­su­cher*innen der Aus­stel­lung wer­den aber auch Ex­po­na­te zu sehen be­kom­men, die sich mit den The­men der Mensch und seine Exis­tenz, dem ur­ba­nen Raum, Mi­kro­kos­men und Ex­pe­ri­men­ten aus­ein­an­der­set­zen. „Seien Sie bitte neu­gie­rig“, gibt Ditt­loff den Be­trach­ten­den mit auf den Weg, „meine Mo­ti­va­ti­on für diese Aus­stel­lung ist der Wunsch, meine per­sön­li­che Bi­lanz der ste­ten Neu­gier auf die Ge­gen­wart und der hier­aus ent­stan­de­nen Werke mit dem Pu­bli­kum zu tei­len. Die Bot­schaft des Künst­lers ist immer sub­jek­tiv, ge­nau­so wie die Re­zep­ti­on des Be­trach­ten­den, ist sie ge­prägt von den je­wei­li­gen Er­fah­run­gen und dem Er­le­ben. Diese Sub­jek­ti­vi­tät ist wün­schens­wert und lässt die Aus­ein­an­der­set­zung mit Kunst nie lang­wei­lig wer­den.“

Die Aus­stel­lung „Quer­schnitt 70, Re­tro­spek­ti­ve 1985-2021" ist vom 2. bis zum 29. Sep­tem­ber 2021 mitt­wochs wäh­rend der re­gu­lä­ren Öff­nungs­zei­ten von 10 bis 20 Uhr im Bun­ker-D der FH Kiel zu sehen. Der Be­such der Aus­stel­lung ist nur unter Ein­hal­tung der all­ge­mei­nen Co­ro­na-Re­geln für Mu­se­en und Ga­le­ri­en mög­lich. Die An­zahl der Be­su­cher wird bei Be­darf be­schränkt. Eine vor­he­ri­ge An­mel­dung ist nicht er­for­der­lich. Wei­te­re Ter­mi­ne nach Ver­ein­ba­rung unter: bun­ker-d@​fh-​kiel.​de.

Hin­ter­grün­de zum Künst­ler 

Der ge­bür­ti­ge Pole Jo­han­nes Ja­nusz Ditt­loff stu­dier­te von 1970 bis 1976 an der Kunst­aka­de­mie in Kra­kau. An­schlie­ßend ar­bei­te­te er in den Be­rei­chen Kunst, Kunst­leh­re und De­sign. Seit 1985 lebt Ditt­loff in Kiel. Par­al­lel zu sei­ner künst­le­ri­schen Tä­tig­keit un­ter­stütz­te er bis 2004 die Fach­hoch­schu­le Kiel und die Chris­ti­an-Al­brechts-Uni­ver­si­tät zu Kiel im Be­reich Ent­wick­lungs- und Me­di­en­de­sign.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen kön­nen Sie der In­ter­net­sei­te des Künst­lers ent­neh­men: www.​dittloff.​works

 

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