Taschenrechner hochkant mit Löffel darauf, der Balance hält zwischen Münzen und Kartoffel© Pixa­bay

Spa­ren im Su­per­markt: Tipps und Tricks für Stu­die­ren­de

von viel.-Re­dak­ti­on

Mit dem Stu­di­um, den ei­ge­nen vier Wän­den und einer gro­ßen Por­ti­on Ei­gen­stän­dig­keit be­ginnt für viele auch zum ers­ten Mal die ei­ge­ne Ver­sor­gung. Wer für sich selbst ein­kau­fen muss, hat viel zu ler­nen: Wo kaufe ich ein? Wie viel Le­bens­mit­tel brau­che ich? Was kaufe ich? Und wie kann ich bei mei­nem Ein­kauf spa­ren?

Es gibt ein paar nütz­li­che Tipps und Tricks, die Stu­die­ren­de an­wen­den kön­nen, damit der wö­chent­li­che Ein­kauf das Porte­mon­naie nicht sprengt.

Tipp 1: Durch­schaue das Ge­schäft

Im kon­ven­tio­nel­len Su­per­markt ist nichts dem Zu­fall über­las­sen. Er ist so auf­ge­baut, dass du dich län­ger im Ge­schäft auf­hältst als nötig – und mehr kaufst, als du ei­gent­lich brauchst. Man denke an die gro­ßen Ak­ti­ons­flä­chen gleich am Ein­gang, Pro­bier­the­ken mit dem neu­es­ten Jo­ghurt, kos­ten­lo­se Kekse. Auch die Musik, die im Su­per­markt läuft, das Licht, die Düfte nach frisch ge­ba­cke­nem Brot und die Tem­pe­ra­tur im Laden un­ter­lie­gen einer stren­gen Kon­zep­ti­on, um Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten zum Kau­fen an­zu­re­gen.

Das heißt: Gehe mit dem Wis­sen in den Su­per­markt dei­nes Ver­trau­ens, dass alles daran ge­setzt wird, dich im Laden zu be­hal­ten.

Tipp 2: Si­che­rer Anker Ein­kaufs­zet­tel

Für viele mag es spie­ßig klin­gen, aber: Ein Ein­kaufs­zet­tel kann im künst­li­chen Kon­strukt des Le­bens­mit­tel­ge­schäfts der si­che­re Anker sein. Schrei­be dir vor jedem Ein­kauf eine Liste mit den Le­bens­mit­teln und an­de­ren Pro­duk­ten, die du be­nö­tigst. Sei dabei mög­lichst genau: Du brauchst drei To­ma­ten, sie­ben Möh­ren, einen Brok­ko­li und zwei Pa­ckun­gen Scho­ko­la­den­müs­li? No­tie­re es in genau die­ser Art, egal ob du nun den klas­si­schen Pa­pier­zet­tel oder eine di­gi­ta­le Ver­si­on ver­wen­dest. Wäh­rend des Ein­kaufs ist dein Zet­tel die beste Mög­lich­keit, um un­nö­ti­ge Käufe zu ver­hin­dern. Ar­bei­te ein­fach dei­nen Bogen ab und be­zah­le. Ganz wich­tig für den Ein­kaufs­er­folg: Nicht hung­rig oder ge­stresst ein­kau­fen und auf jeden Fall Pro­bier­stän­de und Ak­ti­ons­flä­chen mei­den, wenn nicht genau das an­ge­bo­ten wird, was du so­wie­so be­nö­tigst.  

Tipp 3: Kaufe kein Con­ve­ni­ence Food

Vor­be­rei­te­te Mahl­zei­ten sind viel teu­rer als Selbst­ge­mach­tes, pro­du­zie­ren min­des­tens dop­pelt so viel Müll und schme­cken meis­tens nur halb so gut wie die Ei­gen­krea­tio­nen. Ab­ge­pack­tes Obst und Ge­mü­se, Sa­la­te an der Sa­lat­bar, ge­schmier­te Sand­wi­ches und ein­ge­schwei­ß­te Nu­del­ge­rich­te für die Mi­kro­wel­le – sie sind zwar ex­trem schnell und ein­fach zu­be­rei­tet, aber brin­gen dich dazu, den dop­pel­ten oder drei­fa­chen Preis zu zah­len.  

Wäre es da nicht viel schö­ner, die Zu­ta­ten für ein Ge­richt frisch zu kau­fen, Geld zu spa­ren und auch noch bes­ser zu essen? Na­tür­lich – es kos­tet dich mehr Zeit, das Brot für die Pause sel­ber zu be­le­gen und den Apfel zu schnei­den. Aber sei ehr­lich zu dir selbst: Die­ses Biss­chen an Zeit im Tausch gegen mehr Geld am Ende des Mo­nats? Ein sehr guter Deal.

Tipp 4: Ori­en­tie­re dich am Grund­preis

Oft sind Gro­ß­pa­ckun­gen güns­ti­ger. Schaue beim nächs­ten Ein­kauf von Nu­deln, Reis, Kar­tof­feln, Sü­ßig­kei­ten oder Boh­nen doch mal auf den Preis, der pro Kilo an­ge­ge­ben wird. Ver­glei­che die­sen Preis dann mit dem Preis pro Kilo an der Pa­ckung mit 125 oder 250 Gramm. Siehst du den Un­ter­schied?

Tipp 5: Son­der­an­ge­bo­te, Cou­pons und Co. nut­zen

Über­prü­fe zum Wo­chen­start, wel­che Le­bens­mit­tel dein Su­per­markt im An­ge­bot hat. Dafür kannst du die ana­lo­gen Wer­be­pro­spek­te oder die di­gi­ta­len Aus­ga­ben über die Web­sei­te zu Rate zie­hen. Alle paar Wo­chen sind zum Bei­spiel Ba­na­nen, Äpfel oder Bee­ren deut­lich re­du­ziert, an an­de­ren Tagen gibt es deine Lieb­lings­scho­ko­la­de für deut­lich we­ni­ger Geld. Achte aber dar­auf, diese Son­der­an­ge­bo­te genau zu über­prü­fen. Dafür soll­test du die re­gu­lä­ren Prei­se der ein­zel­nen Pro­duk­te ken­nen und sie mit dem An­ge­bots­preis ver­glei­chen.

Prak­tisch sind auch Spar-Ak­tio­nen: Ei­ni­ge Su­per­märk­te bie­ten ihren Kun­den Cou­pons oder Pro­zent-Auf­kle­ber an, die dann an der Kasse ein­ge­löst wer­den kön­nen. So kannst du hier und da ein paar Cent oder auch mehr spa­ren.

No-Name-Waren, also die, die neben den Mar­ken­ver­pa­ckun­gen im Regal ste­hen, sind zudem auch preis­wer­ter und für das klei­ne Stu­die­ren­den-Bud­get ideal.

Tipp 6: Der öko­lo­gi­sche Fu­ß­ab­druck

Wir an der FH sind um­welt­be­wusst und wol­len diese In­ten­ti­on auch an die Stu­die­ren­den wei­ter­ge­ben. Bevor du also das nächs­te Mal ein­kaufst, über­le­ge dir doch, ob du bei der Kie­ler Food-Sharing-Com­mu­ni­ty fün­dig wirst, sel­ber üb­rig­ge­blie­be­ne Le­bens­mit­tel teilst, dich in dei­nem Wohn­heim mit an­de­ren Stu­die­ren­den zu­sam­men­tust und ihr die Le­bens­mit­tel­kos­ten teilt. Du lebst in einem Haus mit meh­re­ren Wohn­ein­hei­ten? Toll! Auch unter Nach­barn kannst du Le­bens­mit­tel tei­len, Reste ab­ge­ben oder nach Üb­rig­ge­blie­be­nem fra­gen. Ein Start kann ein Zet­tel im Haus­flur sein, der alle Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner dazu auf­ruft, mit den ei­ge­nen Le­bens­mit­teln nach­hal­tig um­zu­ge­hen und mit dem Haus zu tei­len, was ver­braucht wer­den muss.

Auch an der FH wird Food­sha­ring ge­lebt: Der "Öf­fent­li­che Kühl­schrank" (ÖfKü), ein Pro­jekt der Stu­die­ren­den Anna Marie Klo­cke und Da­ni­el Schü­rer des Fach­be­reichs So­zia­le Ar­beit und Ge­sund­heit, steht im fünf­ten Stock des Hoch­hau­ses auf dem Cam­pus. Wer Le­bens­mit­tel übrig hat oder sich an Spei­sen be­die­nen möch­te, die auf­ge­braucht wer­den müs­sen, darf den ÖfKü nut­zen. Das ist ge­leb­tes Geben und Neh­men. 

So sparst du jede Menge Geld und tust der Um­welt etwas Gutes.

Julia Kö­nigs

© Fach­hoch­schu­le Kiel