Eine goldende Luftballon-25© S. Pe­ter­sen

So viel mehr als „Ir­gend­was mit Me­di­en“

von Stel­la Pe­ter­sen

„Vol­les Haus“ hieß es am Frei­tag, den 6. Ok­to­ber, in der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer zu Kiel (IHK): Stu­die­ren­de, Do­zie­ren­de, Alum­ni und Me­di­en­in­ter­es­sier­te tra­fen sich, um das 25-jäh­ri­ge Be­stehen des Fach­be­reichs Me­di­en und des Ba­che­lor-Stu­di­en­gangs Mul­ti­me­dia Pro­duc­tion (MMP) zu fei­ern. Or­ga­ni­siert wurde das Ju­bi­lä­um von Prof. Dr. Fran­zis­ka Uhing, Stu­di­en­gangs­lei­te­rin MMP, und ei­ni­gen Stu­die­ren­den.

Dekan Prof. Dr. Chris­ti­an Hauck er­öff­ne­te die Ver­an­stal­tung, mit einem Rück­blick auf die Ge­schich­te des Fach­be­reichs und hob dabei be­son­ders die Ent­wick­lung des Fach­be­reichs und sei­ner Stu­di­en­gän­ge her­vor. Mit dem In­sti­tut für Bau­we­sen und der In­te­gra­ti­on des Stu­di­en­gangs Data Sci­ence sei der Fach­be­reich in­ter­dis­zi­pli­nä­rer ge­wor­den. „Trotz­dem ist un­se­re DNA gleich ge­blie­ben: in­no­va­tiv, krea­tiv, prag­ma­tisch und am Puls der Zeit“, re­sü­mier­te Hauck stolz.

zwei Menschen sprechen vor einem Publikum©S. Pe­ter­sen
Dekan Prof. Dr. Chris­ti­an Hauck und sein Vor­gän­ger Prof. Dr. Bernd Ves­per er­in­nern an die An­fän­ge des Fach­be­reichs Me­di­en.

„Der Fach­be­reich Me­di­en, das sind nicht die Tech­nik und die Räum­lich­kei­ten - das sind die Men­schen“, er­gänz­te Prof. Dr. To­bi­as Hoch­scherf, Vi­ze­prä­si­dent der Fach­hoch­schu­le und Pro­fes­sor für Au­dio­vi­su­el­le Me­di­en, der die Teil­neh­men­den im Namen des Prä­si­di­ums be­grü­ß­te und sich über die rege Be­tei­li­gung freu­te.

Nach der of­fi­zi­el­len Be­grü­ßung hat­ten die Be­su­cher*innen die Mög­lich­keit, sich im Foyer über Ar­bei­ten und Pro­jek­te zu in­for­mie­ren, die im Laufe der Zeit am Fach­be­reich ent­stan­den sind. Par­al­lel dazu fan­den in ver­schie­de­nen Räu­men der IHK Im­puls­vor­trä­ge, Dis­kus­si­ons­run­den und Vor­füh­run­gen von Me­di­en­tech­no­lo­gi­en statt.

vier Personen an einem Info-Stand©S. Pe­ter­sen
Das Pro­jekt Kul­tur­sphä­re SH prä­sen­tier­te im Foyer seine am Fach­be­reich ent­wi­ckel­te App, den Kul­tur­fin­der.SH.

Ob eine Ein­füh­rung in die Eye­tracking-Tech­no­lo­gie, der Ein­satz im­mer­si­ver Tech­no­lo­gi­en in der Me­di­en­pro­duk­ti­on oder die Prä­sen­ta­ti­on von Film­bei­spie­len aus dem jähr­lich statt­fin­den­den Kie­ler-Woche-Pro­jekt - ein Blick auf das Pro­gramm zeig­te, wie viel­schich­tig der Fach­be­reich Me­di­en auf­ge­stellt ist.

Ein the­ma­ti­scher Schwer­punkt des Tages war der Wan­del von Pra­xis und Lehre in der Me­di­en­bran­che. In drei ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen wid­me­ten sich die Re­fe­rent*innen dem Thema Künst­li­che In­tel­li­genz (KI) und wie diese ihre Ar­beit in Zu­kunft be­ein­flus­sen wird. Eine Kern­aus­sa­ge der Po­di­ums­dis­kus­si­on, die Prof. Dr. Elke Kro­ne­wald und der stu­den­ti­sche PR-Ver­ein Kno­ten­Punkt e.V. mit Mit­glie­dern des PR-Bei­rats des Fach­be­reichs führ­ten, war, dass es nicht mehr „KI ver­sus Kom­mu­ni­ka­ti­on“ hei­ßen soll­te. Viel­mehr sei es wich­tig, KI als Teil der Kom­mu­ni­ka­ti­on zu be­grei­fen und be­wer­ten zu kön­nen, was die KI pro­du­ziert.

Sechs Personen sitzen auf Stühlen auf einer Bühne©P. Hül­ler
Bei der Po­di­ums­dis­kus­si­on spra­chen Ex­pert*innen aus der Pra­xis über ihre Er­fah­run­gen mit KI im Be­rufs­all­tag.

Den krö­nen­den Ab­schluss der Ver­an­stal­tung bil­de­te die Pro­jekt­schau im Stu­dio Film­thea­ter, bei der ein Best-of der in den letz­ten 25 Jah­ren pro­du­zier­ten MMP-Filme auf der Lein­wand zu sehen war. Von Mu­sik­vi­de­os über Ko­mö­di­en bis hin zu dra­ma­ti­schen Kurz­fil­men war fast jedes Genre ver­tre­ten und wurde mit to­sen­dem Ap­plaus be­lohnt. Ein Pub-Quiz zur Ver­kür­zung der War­te­zeit und eine Runde Power­Point-Ka­rao­ke in der Halb­zeit­pau­se run­de­ten das ab­wechs­lungs­rei­che Pro­gramm ab.

drei Personen stehen vor einer Kino-Leinwand©S. Pe­ter­sen
Vor der Pro­jekt­schau ver­kün­de­te Prof. Dr. Flo­ri­an Schatz das Ge­win­ner­team des Pub-Quiz.

Gut ge­launt und schwer be­ein­druckt ver­lie­ßen die Be­su­cher*innen den Ki­no­saal - ge­spannt auf das, was kommt und ge­treu dem Motto „Auf die nächs­ten 25 Jahre“, das im Laufe des Tages nicht nur ein Mal zu hören war.

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