Lasse Bremer© J. Rohde
Lasse Bre­mer er­hielt für sei­nen Book­Bud­dy den 1. Platz beim Di­gi­ta­li­sie­rungs­preis Schles­wig-Hol­stein.

Lasse Bre­mer ge­winnt den 1. Platz beim Di­gi­ta­li­sie­rungs­preis Schles­wig-Hol­stein

von Jas­min Rohde

„Wir haben ei­gent­lich nicht damit ge­rech­net zu ge­win­nen, es war ganz sur­re­al“, er­zählt Lasse Bre­mer, der ak­tu­ell im 5. Se­mes­ter Wirt­schafts­in­for­ma­tik an der Fach­hoch­schu­le Kiel stu­diert. Ge­mein­sam mit sei­nem Vater Jörg Bre­mer und Hen­rik Horst vom Mit­tel­stand-Di­gi­tal­zen­trum Schles­wig-Hol­stein ent­wi­ckel­te der 24-Jäh­ri­ge den so­ge­nann­ten Book­Bud­dy, mit dem er im De­zem­ber 2024 den 1. Platz beim Di­gi­ta­li­sie­rungs­preis Schles­wig-Hol­stein be­leg­te.

Der Book­Bud­dy ist eine künst­li­che In­tel­li­genz, die auf Basis von Klap­pen­tex­ten von Bü­chern Buch­emp­feh­lun­gen aus­gibt. Ge­füt­tert wird die An­wen­dung mit Klap­pen­tex­ten, die Bre­mer von öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Sei­ten nimmt. Ak­tu­ell be­inhal­tet die KI 250.000 Bü­cher. Dabei han­delt es sich um aus­schlie­ß­lich er­zäh­len­de Bü­cher, bei denen Buch­emp­feh­lun­gen häu­fig von Leser*innen ge­wünscht wer­den. „Das Be­son­de­re am Book­Bud­dy ist, dass er keine Emp­feh­lun­gen für Bü­cher von den glei­chen Au­to­ren gibt, wie an­de­re Pro­gram­me es be­reits ma­chen, son­dern er ana­ly­siert die Spra­che der Klap­pen­tex­te und gibt auf die­ser Grund­la­ge ge­ziel­te Emp­feh­lun­gen für Bü­cher in einem ähn­li­chen Stil“, er­klärt der ge­bür­ti­ge Köl­ner.

Bre­mer ist in einer Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie auf­ge­wach­sen, sein Vater ist seit über 30 Jah­ren als Buch­händ­ler tätig. „Das Un­ter­neh­men von mei­nem Vater war immer eine Test­wie­se für Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te für mich“, er­zählt Bre­mer von sei­nen An­fän­gen. Die Idee des Book­Bud­dys war an­fangs für das Un­ter­neh­men sei­nes Va­ters ge­dacht. „Am An­fang war es schwer mei­nen Vater von der Idee zu über­zeu­gen“, er­in­nert sich Bre­mer.

Beim Han­sea­tic Ha­cka­thon 2023 in Lü­beck lern­te Lasse Bre­mer dann Hen­rik Horst vom Mit­tel­stand-Di­gi­tal­zen­trum Schles­wig-Hol­stein ken­nen und er­zähl­te von sei­ner Idee, dem Book­Bud­dy. Horst war di­rekt mit im Boot, und so be­gann An­fang 2024 das Pro­jekt als Fall­stu­die für rund sechs Mo­na­te in der On­line-Buch­hand­lung von Bre­mers Vater. „Dann waren wir so über­zeugt davon, was wir in die­sen sechs Mo­na­ten ge­schafft haben, dass wir mehr ma­chen woll­ten“, er­zählt der Wirt­schafts­in­for­ma­tik Stu­dent. Und so be­war­ben sie sich für den Di­gi­ta­li­sie­rungs­preis Schles­wig-Hol­stein - und ge­wan­nen. Zu­künf­tig ist das Ziel, den Book­Bud­dy als Soft­ware aus­zu­bau­en und für Buch­hand­lun­gen auf den Markt zu brin­gen.

Lasse Bre­mer will trotz sei­ner immer er­folg­rei­cher wer­den­den Grün­der­idee wei­ter­hin stu­die­ren. „Den Ba­che­lor mache ich auf jeden Fall fer­tig, ei­gent­lich möch­te ich auch gerne noch einen Mas­ter ma­chen“, blickt Bre­mer po­si­tiv in die Zu­kunft. Vor­erst ste­hen al­ler­dings ei­ni­ge Ter­mi­ne für den 24-Jäh­ri­gen an.

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