Blick auf Besucher der Museumsnacht, im Vordergrund eine mobile Radiostation© M. Brahms

FH Kiel lud zur Mu­se­ums­nacht auf den Cam­pus ein

von Ma­rie­sa Brahms

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag­abend mag sich manch eine*r ge­fragt haben, warum so viele Men­schen mit blau­em Bänd­chen ums Hand­ge­lenk durch die Stadt ge­wan­dert sind. Die Frage ist schnell be­ant­wor­tet: Die all­jähr­li­che Mu­se­ums­nacht bot zwi­schen 19 und 24 Uhr die Mög­lich­keit, be­son­ders preis­güns­tig so viele der Mu­se­en in der Stadt zu be­su­chen, die zur Mu­se­ums­nacht ihre Türen ge­öff­net hat­ten.

Auf dem West- wie auf dem Ost­ufer gab es bis Mit­ter­nacht ei­ni­ges zu sehen. Und weil die Fach­hoch­schu­le eine si­che­re An­lauf­stel­le für Wiss­be­gie­ri­ge und Kul­tur­lieb­ha­ber*innen ist, gab es auf und um den Cam­pus in Diet­richs­dorf auch acht Adres­sen von ins­ge­samt 30, die Teil der Ak­ti­on waren.

Der Bun­ker-D lock­te mit aus­ge­stell­ten Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den des Fach­be­reichs Me­di­en – unter dem Namen „Fa­cet­ten“ zeig­te die Aus­stel­lung so ziem­lich alles vom Kurz­film bis zur Fo­to­gra­fie.

Im gro­ßen Hör­saal­ge­bäu­de boten zahl­rei­che Stän­de den Be­su­cher*innen viel­fäl­ti­ge In­for­ma­tio­nen. Damit man sich nicht ver­lor, gaben prak­ti­sche Kar­ten einen Über­blick über das Pro­gramm auf dem Cam­pus. Wer für sein Geld mög­lichst viel sehen woll­te, war mit einer durch­dach­ten Stra­te­gie gut be­ra­ten.

Dass man sich von die­ser Stra­te­gie auch gut und gerne mal ab­len­ken lässt, haben so man­che Bumm­ler*innen auf dem Weg vom gro­ßen Hör­saal­ge­bäu­de zum Au­di­max ge­merkt: Vor dem So­kra­tes­platz wurde das rege Trei­ben mu­si­ka­lisch vom Ju­gend­rot­kreuz­or­ches­ter Eckern­för­de und der Grup­pe „Cel­tic Mi­ra­ge“ be­glei­tet und zum Ver­wei­len ein­ge­la­den. Vor­aus­ge­setzt man konn­te sich schlie­ß­lich los­rei­ßen von Son­nen­un­ter­gangs­ro­man­tik und Jazz-Be­schal­lung, er­war­te­ten die Be­su­cher*innen im Au­di­max zwei Pro­gramm­punk­te: eine Aus­stel­lung klas­si­scher Heim­com­pu­ter und Vi­deo­spie­le, gerne auch zum Aus­pro­bie­ren, und eine In­stal­la­ti­on von Elkin Sa­la­man­ca, In­stal­la­ti­ons­künst­ler von der Muthe­si­us Kunst­hoch­schu­le, der den gro­ßen Saal im Au­di­max kur­zer­hand in einen Raum ver­wan­delt hatte, der außer einem blin­ken­den Spiel­au­to­ma­ten in sei­ner Mitte und der Leucht­schnur, die den Weg dort­hin wies, nur dunk­le Leere war. Die In­stal­la­ti­on er­in­ner­te etwas an Ta­ma­got­chi und be­schäf­tig­te sich auf höchst un­kon­ven­tio­nel­le Art mit der di­gi­ta­len Part­ner*in­nen­su­che auf Da­ting-Apps.

Was an­schei­nend für ein gro­ßes Pu­bli­kum in­ter­es­sant schien, war die Stern­war­te. Das lag wahr­schein­lich mit am guten Wet­ter, das pro­por­tio­nal zum schwin­den­den Ta­ges­licht die Sicht auf den Nacht­him­mel er­mög­lich­te. Wer nicht so lange war­ten woll­te, ging ein­fach in den Me­di­en­dom. Dort wurde auch das Him­mels­zelt er­klärt – und das ge­müt­lich sit­zend. Da­nach gab es ei­ni­ge Kurz­shows aus dem Pro­gramm.

Das An­ge­bot auf dem Cam­pus bot ei­ner­seits der Viel­falt der Fach­hoch­schu­le dar und wurde an­de­rer­seits dem An­spruch der Be­su­cher*innen einer fa­mi­li­en- und kin­der­ge­rech­ten Abend­ge­stal­tung ge­recht. Wer die Mu­se­ums­nacht in die­sem Jahr ver­passt hat, be­kommt im nächs­ten Jahr die nächs­te Chan­ce.

© Fach­hoch­schu­le Kiel