zwei Männer und eine Frau nebeneinander mit Präsenten© A. Wim­ber
Be­sie­gel­ten die Zu­sam­men­ar­beit mit Prä­sen­ten: (v.l.) Prof. Dr. Björn Chris­ten­sen, Prä­si­dent der FH Kiel, To­bi­as Berg­mann, Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Neu­müns­ter, und Prof. Dr. Ka­tha­ri­na Scheel, komm. Lei­te­rin des Stu­di­en­gangs Pfle­ge.

FH Kiel er­öff­net Hoch­schul­stand­ort in Neu­müns­ter

von Ann-Chris­tin Wim­ber

Das Be­ra­tungs­un­ter­neh­men CHE Con­sult hat die Ana­ly­se hin­sicht­lich eines künf­ti­gen Stand­orts für den neu zu grün­den­den Stu­di­en­gang Pfle­ge an der Fach­hoch­schu­le (FH) Kiel be­en­det. Nach Ab­schluss der Da­ten­aus­wer­tung emp­fiehlt das Cen­trum für Hoch­schul­ent­wick­lung den neuen dua­len Stu­di­en­gang in Neu­müns­ter an­zu­sie­deln.

Die Wür­fel sind ge­fal­len: Vor ein paar Mo­na­ten gab die Fach­hoch­schu­le (FH) Kiel ein Gut­ach­ten in Auf­trag, das die Eig­nung in Bezug auf einen Stand­ort für den neu zu eta­blie­ren­den Stu­di­en­gang Pfle­ge er­mit­teln soll­te. Das Be­ra­tungs­un­ter­neh­men für stra­te­gi­sches Hoch­schul­ma­nage­ment CHE Con­sult hat nun seine Ana­ly­se ab­ge­schlos­sen und spricht sich ab­schlie­ßend für die Stadt Neu­müns­ter aus.

„Es freut uns, dass mit der Fer­tig­stel­lung des Gut­ach­tens ein Stand­ort ge­fun­den wurde, der un­se­ren An­for­de­run­gen op­ti­mal ent­spricht“, sagte Prof. Dr. Björn Chris­ten­sen, Prä­si­dent der FH Kiel. „Mit dem Fried­rich-Ebert-Kran­ken­haus (FEK) als Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner wird die Qua­li­tät der Lehre für den wich­ti­gen dua­len Stu­di­en­gang ge­währ­leis­tet.“

Grund­la­ge die­ser Ent­schei­dung ist eine Ana­ly­se ba­sie­rend auf einer quan­ti­ta­ti­ven und qua­li­ta­ti­ven Aus­wer­tung un­ter­schied­li­cher Daten wie de­mo­gra­fi­sche und wirt­schaft­li­che Kenn­zah­len, ver­füg­ba­rer Wohn­raum und An­bie­ter im Ge­sund­heits­we­sen. In fast allen Be­rei­chen wur­den die Stand­ort­fak­to­ren für Neu­müns­ter bes­ser be­wer­tet als in Rends­burg. Nur das qua­li­ta­ti­ve An­ge­bot der aka­de­mi­schen Lehr­kran­ken­häu­ser, Bil­dungs­zen­tren und Schu­len für Lehr­be­ru­fe wur­den als ver­gleich­bar be­ur­teilt. Im Hin­blick dar­auf, dass die Hoch­schu­le Flens­burg eben­falls einen Pfle­ge­stu­di­en­gang ein­füh­ren will, prä­fe­riert CHE Con­sult Neu­müns­ter als Stand­ort des neuen Stu­di­en­gangs.

To­bi­as Berg­mann, Ober­bür­ger­meis­ter des neuen FH-Stand­orts, ist be­geis­tert von der Ent­schei­dung: „Das ist ein gro­ßer Tag für Neu­müns­ter. Neu­müns­ter ist nun Hoch­schul­stadt. Wir freu­en uns, dass wir die CHE Con­sult mit un­se­rem An­ge­bot, un­se­rer Ver­net­zung mit dem FEK und durch un­se­re Stadt selbst über­zeugt haben und freu­en uns auf die ge­mein­sa­me Ent­wick­lung mit der FH Kiel in Neu­müns­ter.“

Die Stadt weist des Wei­te­ren die grö­ße­re An­zahl von mög­li­chen Stu­di­en­an­fän­ger*innen auf und liegt ver­kehrs­güns­ti­ger. Das Be­ra­tungs­un­ter­neh­men be­tont auch, dass die an Neu­müns­ter an­gren­zen­den Krei­se Stein­burg, Ost­hol­stein und Dith­mar­schen pfle­ge­risch un­ter­ver­sorgt sind. Mit der An­sie­de­lung des Stu­di­en­gangs in Neu­müns­ter sei des­halb dort mit einem po­si­ti­ven Ef­fekt auf die Ver­sor­gungs­la­ge zu rech­nen.

Der duale Stu­di­en­gang Pfle­ge um­fasst sie­ben Se­mes­ter bis zum Ba­che­lor-Ab­schluss, wird im Som­mer­se­mes­ter 2023 star­ten und kann 60 Stu­die­ren­de auf­neh­men. „Eine Zu­las­sungs­be­schrän­kung wird es erst ein­mal nicht geben“, be­schreibt Ka­tha­ri­na Scheel, Stu­di­en­gangs­lei­te­rin, den neuen Stu­di­en­gang. „Wir wol­len be­wusst offen für alle In­ter­es­sen­ten und In­ter­es­sen­tin­nen sein.“

Die dua­len Part­ner sind staat­lich an­er­kann­te Pfle­ge­fach­schu­len in Schles­wig-Hol­stein und Ham­burg. Theo­rie und Pra­xis wer­den glei­cher­ma­ßen von Hoch­schu­le, Pfle­ge­fach­schu­le und Pra­xis­ein­rich­tun­gen ver­ant­wor­tet.

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