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Film-Dra­ma­tur­gie im Work­shop ler­nen

von Lena Kuhn / Joa­chim Kläschen

Wäh­rend der Se­mes­ter­fe­ri­en bie­tet der Dreh­buch­preis Schles­wig-Hol­stein kos­ten­lo­se Work­shops an. Dreh­buch­preis-Lei­ter und Re­gis­seur Chris­ti­an Mer­tens, der am Fach­be­reich Me­di­en der FH Kiel lehrt, lädt In­ter­es­sier­te zur Teil­nah­me ein. Be­son­ders auf den On­line-Work­shop von Ro­land Zag am 12. Au­gust freut sich Mer­tens. In der Ver­an­stal­tung be­fasst sich der re­nom­mier­te Dra­ma­turg mit der Ent­wick­lung von Sze­nen.

Auf der Liste der Filme, deren dra­ma­tur­gi­sche Ent­wick­lung Zag be­ra­tend mit­ge­stal­tet hat, ste­hen unter an­de­rem „Fuck ju Göthe“ aber auch das Bio­pic „Wüs­ten­blu­me“. „Mit ‚Der Pu­bli­kums­ver­trag: The Human Fac­tor‘ hat Ro­land Zag einen ech­ten Klas­si­ker der mo­der­nen Dra­ma­tur­gie ge­schrie­ben“, er­klärt Mer­tens. „Er kon­zen­triert sich unter an­de­rem auf Werte und das Mensch­sein. So kann man durch das Fil­mi­sche auch viel über die ei­ge­ne Bio­gra­fie er­ken­nen“, er­klärt der Dreh­buch­preis-Grün­der.

Im Work­shop er­läu­tert Ro­land Zag, wie eine ein­zel­ne Szene die ge­sam­te Dra­ma­tur­gie eines Fil­mes spie­gelt.  Jede Szene soll­te aus pe­ni­bel er­dach­ten Ein­zel­ele­men­ten be­stehen, damit der Film an­schlie­ßend in sich schlüs­sig ist und die Dra­ma­tur­gie jeder Szene auch ein Gan­zes er­ge­ben kann. Zag legt den Fokus auf Wer­te­kon­flik­te, Zu­ge­hö­rig­kei­ten, Er­zähl­ab­sicht – auf die ein­zel­ne Figur und alle ihre Mo­ti­va­tio­nen und Hin­ter­grün­de.

Die­ser und die an­de­ren Work­shops des Dreh­buch­prei­ses Schles­wig-Hol­stein fin­den on­line statt, wer­den je­doch nicht auf­ge­zeich­net oder öf­fent­lich ge­streamt. So soll für die Teil­neh­men­den ein ge­schütz­ter Raum ent­ste­hen, in dem sich auch grund­le­gen­de Fra­gen stel­len las­sen, was FH-Do­zent Mer­tens sehr wich­tig ist.

12. Au­gust, 19 Uhr: Die Szene (Ro­land Zag)

19. Au­gust, 19 Uhr: Hand­lung vs. Thema (Ruth Ols­han)

26. Au­gust, 19 Uhr: Die ant­ago­nis­ti­sche Kraft (Arno Aschau­er)

2. Sep­tem­ber, 19 Uhr: Grenz­si­tua­tio­nen (Eck­hardt Pabst)

Die Teil­nah­me an den Work­shops ist kos­ten­los. Eine Über­sicht über die Work­shops fin­det sich auf der Web­site des Dreh­buch­prei­ses Schles­wig-Hol­stein. Die An­mel­dung zu einem, meh­re­ren oder allen Work­shops ist per E-Mail am dpsh@​filmkultur.​sh unter An­ga­be der Work­shop-Num­mer(n) mög­lich. Das Dreh­buch­preis-Team ver­sen­det zeit­nah Login-Daten für die Zoom-Mee­tings.

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