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Bun­des­wei­tes For­schungs­pro­jekt an der FH Kiel: Zur Be­deu­tung ge­sell­schaft­li­cher Nor­men für die Le­bens­pla­nung

von Katja Jantz

Aus wel­chen Grün­den ent­schei­den sich junge Men­schen für einen Beruf? Wel­che so­zia­len und kul­tu­rel­len Nor­men spie­len bei ihrer Le­bens­pla­nung eine Rolle? Die­sen Fra­gen gehen die Pro­jekt­lei­te­rin Prof. Dr. Me­la­nie Plö­ßer vom Fach­be­reich So­zia­le Ar­beit und Ge­sund­heit der Fach­hoch­schu­le Kiel und ihr Team in dem For­schungs­pro­jekt „AN(N)O 2015 – Ak­tu­el­le Nor­ma­ti­ve Ori­en­tie­run­gen, Ge­schlech­te­r­iden­ti­tä­ten und Be­rufs­wahl­ent­schei­dun­gen jun­ger Frau­en“ nach.  

Hin­ter­grund des Vor­ha­bens ist die Tat­sa­che, dass Be­rufs­wahl­ent­schei­dun­gen auch heute noch ge­schlechts­spe­zi­fisch er­fol­gen. Das For­schungs­team möch­te her­aus­fin­den, wel­che ge­sell­schaft­li­chen An­for­de­run­gen für die Ent­wick­lung einer be­ruf­li­chen Iden­ti­tät ak­tu­ell be­deut­sam sind und die Stu­di­en­fach­wahl jun­ger Frau­en und Män­ner be­ein­flus­sen. An Gym­na­si­en und Ge­samt­schu­len in Ham­burg, Thü­rin­gen, Nord­rhein-West­fa­len und Schles­wig-Hol­stein wer­den die Wis­sen­schaft­le­rin­nen mit 14- bis 19-jäh­ri­gen Schü­le­rin­nen und Schü­lern dis­ku­tie­ren. Dar­über hin­aus wer­den sie Stu­den­tin­nen im ers­ten Fach­se­mes­ter in­ter­view­en, die sich für ein in­ge­nieur­wis­sen­schaft­li­ches Stu­di­um ent­schie­den haben.  

„Ein Ziel der Stu­die ist es, die Per­spek­ti­ve Ju­gend­li­cher stär­ker in Pro­gram­me und Maß­nah­men zu in­te­grie­ren, die den An­teil von Frau­en in na­tur­wis­sen­schaft­lich, ma­the­ma­tisch oder tech­nisch aus­ge­rich­te­ten Be­ru­fen und Stu­di­en­fä­chern er­hö­hen wol­len“, sagt Prof. Dr. Ros­wi­tha Pioch, Di­rek­to­rin des In­sti­tuts für In­ter­dis­zi­pli­nä­re Gen­der­for­schung und Di­ver­si­ty der FH Kiel (IGD).  

AN(N)O 2015 ist eine Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen dem Fach­be­reich So­zia­le Ar­beit und Ge­sund­heit und dem IGD. Das Team be­steht wei­ter aus Dr. Brit­ta Thege (Ge­schäfts­füh­re­rin des IGD) und den bei­den wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen Di­plom-Päd­ago­gin Karen Gei­pel und Di­plom-So­zi­al­päd­ago­gin Ma­ri­ke Schmeck. Das Pro­jekt hat eine drei­jäh­ri­ge Lauf­zeit (2011-2014) und wird aus Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung im Rah­men des För­der­pro­gramms „Stra­te­gi­en zur Durch­set­zung von Chan­cen­gleich­heit für Frau­en in Bil­dung und For­schung“ fi­nan­ziert.  

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen unter www.​igd.​fh-​kiel.​de.

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