Blick auf Hände einer Studentin, die an ihrem Laptop arbeitet© N. Hanke
Ein paar Tricks hel­fen dabei, ef­fi­zi­ent zu ar­bei­ten.

7 Tipps für kon­zen­trier­tes Ler­nen

von Felix Klein

Ler­nen könn­te so schön sein, wenn die ganze Ab­len­kung nicht wäre. Und wenn keine of­fen­sicht­li­che Ab­len­kung da ist, wird manch­mal selbst die Ta­pe­te an der Wand in­ter­es­san­ter als der Lern­stoff. Kon­zen­triert zu blei­ben ist oft nicht ein­fach, aber es gibt Mit­tel und Wege, die dich dabei un­ter­stüt­zen.

1 Gönn‘ dir aus­rei­chend Schlaf

Um deine Auf­ga­ben kon­zen­triert zu er­le­di­gen, ist aus­rei­chend Schlaf sehr wich­tig. Min­des­tens sie­ben Stun­den pro Nacht wer­den laut einer Stu­die im Fach­blatt na­tu­re aging emp­foh­len. Wer sich re­gel­mä­ßig die Näch­te um die Ohren schlägt, des­sen ko­gni­ti­ve Fä­hig­kei­ten sind am nächs­ten Tag ein­ge­schränkt. Also: Gönn‘ dir den Schlaf, den du brauchst.

2 Achte auf deine Er­näh­rung

Ler­nen und ins­be­son­de­re Lern­stress kön­nen zu un­ge­sun­der Er­näh­rung ver­füh­ren. Sü­ßig­kei­ten sind hier be­lieb­te Ret­ter in der Not. Sie sor­gen al­ler­dings nur für ein kur­zes Hoch. Das Tief folgt dann kurz dar­auf, da Sü­ßig­kei­ten den Blut­zu­cker­spie­gel zwar schnell an­stei­gen aber auch ge­nau­so schnell ab­fal­len las­sen. Bes­ser sieht es mit Voll­korn­pro­duk­ten, Früch­ten oder Nüs­sen aus. Sie lie­fern dir die die nö­ti­ge Power, um kon­zen­triert zu blei­ben. Du soll­test auch aus­rei­chend trin­ken. Stel­le am bes­ten gleich zu Be­ginn dei­nes Lern­ta­ges eine große Fla­sche Was­ser neben dich, so­dass du daran denkst. Von Limos oder En­er­gy­drinks soll­test du hier­bei bes­ser die Fin­ger las­sen. Der Grund ist hier der­sel­be wie bei den Sü­ßig­kei­ten

3 Weg mit dem Smart­pho­ne

Das Smart­pho­ne ist ein ech­ter Kon­zen­tra­ti­ons­kil­ler – schal­te es am bes­ten aus, bevor du an­fängst zu ler­nen. Wenn du zu­hau­se lernst, dann leg dein Smart­pho­ne in ein an­de­res Zim­mer. In der Bi­blio­thek kannst du es auch gleich in dei­nen Spint ein­schlie­ßen. Du soll­test nur den­ken, dein Gerät auf stumm zu schal­ten. An­sons­ten be­schallst du die Bi­blio­thek mit dei­nem Klin­gel­ton.

4 Plane Zeit für Er­ho­lung ein

Lege aus­rei­chend Pau­sen ein. Sie geben dir die Mög­lich­keit, dich für eine kurze Zeit zu er­ho­len, um da­nach kon­zen­triert wei­ter­zu­ma­chen. Wenn es mach­bar ist, dann wechs­le für deine Pause den Ort. Das hilft dir, dich men­tal von der Ar­beit zu di­stan­zie­ren. Au­ßer­dem soll­test du feste Zei­ten für deine Pau­sen ein­pla­nen, so­dass du nicht in die Ver­su­chung kommst, sie aus­fal­len zu las­sen.

5 Schaf­fe dir eine an­ge­neh­me Lern­at­mo­sphä­re

Wo auch immer du lernst, ver­su­che dich so ein­zu­rich­ten, dass du dich wohl­fühlst. Doch eine an­ge­neh­me Lern­at­mo­sphä­re be­deu­tet nicht nur, sich einen ru­hi­gen und ge­müt­li­chen Platz zu su­chen. Wich­tig ist auch, dass du alles bei dir hast, was du sonst noch so brauchst: Hast du ge­nü­gend zu Trin­ken und ge­sun­de Snacks an dei­nem Platz? Hast du Kar­tei­kar­ten oder sons­ti­ge Ler­n­uten­si­li­en griff­be­reit? Achte auch auf Dinge, die du nicht an dei­nem Platz haben willst, wie z.B. dein Smart­pho­ne oder an­de­re Ab­len­kun­gen.

6 Trei­be ge­nü­gend Sport

Sport kann dir einen wich­ti­gen Aus­gleich bie­ten. Er hilft dir nicht nur dabei, deine Mus­keln auf­zu­bau­en oder deine Aus­dau­er zu trai­nie­ren, son­dern re­du­ziert auch dein Level an Stress­hor­mo­nen. Au­ßer­dem ist Sport gut für deine Stim­mung, und bes­ser schla­fen kannst du auch. Somit kannst du dich wie­der aus­ge­ruht und mit kla­rem Kopf ans Ler­nen set­zen! Wenn du nicht weißt, wel­cher Sport der Rich­ti­ge für dich ist, dann schau mal im Sport­bü­ro der FH Kiel vor­bei – dort gibt es ein viel­sei­ti­ges An­ge­bot.

7 Über­for­de­re dich nicht

Es kann vor­kom­men, dass du vor einem gro­ßen Berg an Lern­stoff sitzt und nicht weißt, wie du das alles in dei­nen Kopf be­kom­men sollst. Es ist ganz wich­tig, dass du in solch einem Fall klein an­fängst. Ver­su­che nicht, so viel wie mög­lich an einem Tag zu ler­nen. Schrei­be dir am bes­ten einen Plan, der deine Lern­pa­ke­te fest­legst. So beugst du mög­li­cher Über­for­de­rung vor und bleibst län­ger kon­zen­triert. Eine Vor­aus­set­zung für solch einen Plan ist na­tür­lich, dass du früh genug an­fängst zu ler­nen – aber das ist ein an­de­res Thema.

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