eine Frau im ehemaligen Bundestag im Bonn© DAAD/ M. Jor­dan
An­läss­lich des 35-jäh­ri­gen Be­stehens des Eras­mus-Pro­gramms: Chris­ti­ne Bou­din vor his­to­ri­scher Ku­lis­se im ehe­ma­li­gen Bun­des­tag in Bonn.

35 Jahre Eras­mus an der Fach­hoch­schu­le Kiel

von Cam­pus­re­dak­ti­on

Einen Stu­di­en­auf­ent­halt an einer Part­ner­hoch­schu­le im Aus­land zu ab­sol­vie­ren - das er­mög­licht das Eras­mus-Pro­gramm der Eu­ro­päi­schen Union Stu­die­ren seit nun­mehr 35 Jah­ren. Das welt­weit grö­ß­te Aus­tausch­pro­gramm Eras­mus mit Part­nern im eu­ro­päi­schen Raum wurde im Laufe der Jahre aus­ge­baut und heißt jetzt Eras­mus +, da Stu­die­ren­de und Hoch­schul­mit­ar­bei­ter, Leh­ren­de und Ver­wal­tungs­per­so­nal daran teil­neh­men kön­nen. Eras­mus gilt als Aus­hän­ge­schild für Aus­tausch und Ver­stän­di­gung in Eu­ro­pa und steht damit im Ge­gen­satz zum Krieg gegen die Ukrai­ne.

Mit dem Eras­mus-Pro­gramm hat die FH Kiel seit 1987 über 2.000 ihrer Stu­die­ren­den er­mög­licht, an den rund 70 Eras­mus-Part­ner­schafts­hoch­schu­len einen Stu­di­en­auf­ent­halt zu ab­sol­vie­ren, der an der Hei­mat­hoch­schu­le im Stu­di­um an­er­kannt wird. Im Pro­jekt 2022 ste­hen der FH für das Win­ter­se­mes­ter 2022/23 und das kom­men­den Som­mer­se­mes­ter 2023 För­der­mit­tel in Höhe von 357.500 Euro zur Ver­fü­gung - das sind über 25 Pro­zent mehr als im Vor­jahr.

Ab die­sem Win­ter­se­mes­ter 2022/2023 er­hal­ten Stu­die­ren­de im Eras­mus-Pro­gramm hö­he­re För­der­sät­ze für einen Aus­lands­auf­ent­halt. Fi­nan­ziert aus Mit­teln der Eu­ro­päi­schen Union be­trägt das Sti­pen­di­um dann je nach Ziel­land bis zu 600 Euro pro Monat – bei be­son­de­ren Be­dürf­nis­sen sind wei­te­re 250 Euro mo­nat­lich mög­lich. Das Eras­mus-Pro­gramm wird damit in­klu­si­ver, um Stu­die­ren­de ge­zielt zu för­dern, die aus so­zio­öko­no­mi­schen Grün­den bis­her we­ni­ger mobil waren. Das Pro­gramm wird auch di­gi­ta­ler durch den eu­ro­pa­wei­ten pa­pier­lo­sen Aus­tausch von Do­ku­men­ten. Um teil­neh­men­de Stu­die­ren­de, Leh­ren­de und Mit­ar­bei­ter*innen für Nach­hal­tig­keit zu sen­si­bi­li­sie­ren, wird „Grü­nes Rei­sen“ zu­sätz­lich fi­nan­zi­ell un­ter­stützt.

In die­sem aka­de­mi­schen Jahr ab­sol­vie­ren rund 80 Stu­die­ren­de einen Eras­mus-Stu­di­en­auf­ent­halt. Das ist ver­gleich­bar mit dem Aus­tausch im Vor-Co­ro­na-Jahr, in dem die jun­gen Men­schen auch vir­tu­ell oder blen­ded in­ter­na­tio­nal stu­diert haben. In die­sem Jahr gehen sie an 28 Part­ner­hoch­schu­len in 16 eu­ro­päi­sche Län­der. Die meis­ten stu­die­ren an den drei Part­ner­hoch­schu­len in Nor­we­gen (17), ge­folgt von Spa­ni­en (15) und Schwe­den (12). Am mo­bils­ten sind die Stu­die­ren­den des Fach­be­reichs Me­di­en (28) und Wirt­schaft (26). Die Mehr­zahl stu­diert ein Se­mes­ter im Aus­land, vier Stu­die­ren­de stre­ben einen Dop­pel­ab­schluss an.

Im Jahr 1987 hat be­reits die da­ma­li­ge Hoch­schul­lei­tung unter den Pro­fes­so­ren Paul Kunst­mann und Udo Lampe die Be­deu­tung des eu­ro­päi­schen Aus­tauschs für Fach­hoch­schul­stu­die­ren­de er­kannt und gab den Start­schuss für den sys­te­ma­ti­schen Auf­bau von Hoch­schul­ko­ope­ra­tio­nen. Seit Au­gust 1987 or­ga­ni­sier­te die spä­te­re Lei­te­rin des In­ter­na­tio­nal Of­fice und Eras­mus-Ko­or­di­na­to­rin, Chris­ti­ne Bou­din, den Aus­tausch über fünf Pro­gramm­ge­ne­ra­tio­nen mit einer je­wei­li­gen Lauf­zeit von sie­ben Jah­ren. Zum Ende des Jah­res nun über­gibt sie den Staf­fel­stab an ihre Nach­fol­ge­rin, Na­di­ne Hack­mann, die acht Jahre das In­ter­na­tio­nal Of­fice an der West­fä­li­schen Hoch­schu­le lei­te­te.

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