Bücherregal© Pixa­bay

10 Tipps, wie du trotz vol­lem Se­mes­ter­plan mehr lesen kannst

von viel.-Re­dak­ti­on

Lang­sam wird es voll auf dem Regal neben dei­nem Schreib­tisch: Das eine Ta­schen­buch, das du un­be­dingt haben muss­test. Der neue Roman dei­nes Lieb­lings­au­tors, der mitt­ler­wei­le schon wie­der drei Mo­na­te alt ist. Die­ser Krimi, den du ei­gent­lich so gerne her­vor­zie­hen wür­dest, um end­lich mal wie­der ab­zu­schal­ten.

Kom­men dir diese Sze­na­ri­en be­kannt vor? Viel­leicht ge­hörst du auch zu den­je­ni­gen, die wirk­lich gerne lesen, aber trotz­dem nie dazu kom­men. Nicht, weil du das Lesen ver­gisst – son­dern, weil du keine Zeit und keine Kraft fin­dest, neben dei­nem Stu­di­um zu lesen. Du bist aus­ge­las­tet, bist den gan­zen Tag geis­tig auf Hoch­tou­ren, ar­bei­test Li­te­ra­tur­lis­ten für deine Vor­le­sun­gen ab; sind die Auf­ga­ben für dein Stu­di­um ge­schafft, holen dich an­de­re Ter­mi­ne ein.

Dabei ist das Lesen ein ge­sun­des und schö­nes Hobby, das dir hel­fen kann, deine Krea­ti­vi­tät zu stei­gern, dich zu ent­span­nen, deine Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit zu ver­bes­sern und dein Wis­sen auch über dei­nen fach­li­chen Tel­ler­rand hin­weg zu er­wei­tern.

Wie es dir also ge­lingt, wie­der mehr zu lesen? Mit die­sen zehn Tipps be­stimmt:

1. Bü­cher sicht­bar ma­chen

Die meis­ten schei­tern an ihren Le­se­vor­sät­zen, weil sie ihre Bü­cher schnell ver­stau­en: Im Regal, ir­gend­wo hin­ter dem Sofa, im Schrank, im Bett­kas­ten. Dabei ist es hilf­reich, vi­su­el­le Reize zu set­zen, damit du dich zum Lesen ani­mierst. Lege die Bü­cher, die du lesen willst, so aus, dass du an sie er­in­nert wirst. Auf dei­nen Nacht­tisch, in dein Bett, auf die Couch, auf den Ess­tisch, ins Bad, auf den Fuß­bo­den. Wecke deine ei­ge­ne Auf­merk­sam­keit und halte dir deine Bü­cher prä­sent.

2. Bü­cher kau­fen

Das klingt zu­nächst pa­ra­dox, ist aber sehr nütz­lich: Kaufe dir ein­fach mehr Bü­cher. Wenn du dich durch den Kauf fi­nan­zi­ell an dein neues Buch bin­dest, dann wirst du dich mit dei­nem Be­sitz auch be­schäf­ti­gen wol­len. Bü­cher sind nicht immer güns­tig. Des­we­gen schaffst du dir einen be­son­de­ren Le­se­an­reiz, wenn du dir die Bü­cher kaufst, die dich an­spre­chen. Kaufe so end­los lange Bü­cher­wunsch­lis­ten ab und nutze die Wir­kung.

3. Le­se­lis­te er­stel­len

Für dein Stu­di­um hast du einen kon­kre­ten Plan, warum dann nicht auch für deine Bü­cher? Er­stel­le dir schrift­lich oder auch di­gi­tal einen prä­zi­sen Le­se­plan. No­tie­re dir den Titel des Bu­ches, die Sei­ten­zahl und die Dead­line, bis zu der du das Buch ge­le­sen haben wirst. Blei­be dabei rea­lis­tisch, aber for­de­re dich auch ein wenig her­aus.

4. Le­se­zei­ten nut­zen

Hast du dir schon ein­mal über­legt, einen ei­ge­nen Le­se­ka­len­der auf­zu­stel­len? Schaf­fe Platz in dei­nen Ter­mi­nen und blo­ckie­re dir ein Zeit­fens­ter, in dem du wirk­lich nichts An­de­res tust, außer Lesen. Für Sport, Vor­le­sun­gen und Freun­de nimmst du dir schlie­ß­lich auch aus­rei­chend Zeit.

Du kannst auch eine Le­se­rou­ti­ne am Mor­gen und/oder am Abend eta­blie­ren: Lies gleich nach dem Auf­wa­chen ein paar Sei­ten oder lies vor dem Schla­fen­ge­hen. Dass das für dei­nen Geist und deine Augen we­sent­lich ge­sün­der ist, als das Licht dei­nes Smart­pho­nes, ver­steht sich von selbst.

5. Ne­ben­bei lesen

Mache das Lesen doch zu einer par­al­le­len Tä­tig­keit. Das heißt, dass du liest, wäh­rend du etwas tust, das für dich Rou­ti­ne ist, bei dem du nicht groß nach­den­ken musst. Lies zum Bei­spiel, wäh­rend du isst oder dir die Zähne putzt, wäh­rend du in der Ba­de­wan­ne liegst, wenn du im Bus sitzt, wenn eine Wer­be­pau­se im Fern­seh­pro­gramm läuft oder wenn du im War­te­zim­mer beim Arzt sitzt. Da­durch, dass du das Lesen mit Rou­ti­ne­auf­ga­ben kom­bi­nierst, machst du dir den po­si­ti­ven Ef­fekt des Pas­siv­ler­nens zu­nut­ze: Du in­te­grierst Le­se­hap­pen so in dei­nen Tag, dass du es kaum merkst.

6. Kon­kur­ren­ten aus­schal­ten

Sie alle buh­len um deine Auf­merk­sam­keit: Smart­pho­ne, Net­flix, You­Tube, Face­book, In­sta­gram und Co... alles Le­se­kon­kur­ren­ten. Mach dir be­wusst, dass es diese an­de­ren Ab­len­kun­gen in dei­nem Leben gibt und frage dich: Was ist wich­ti­ger? Mein Lesen oder zehn Fol­gen der Serie, die ich eh schon kenne?

7. Be­loh­nung für das Lesen

Hilft alles nichts, setze dir ein­mal einen kon­kre­ten An­reiz für das Lesen. Die Be­loh­nung muss gar nicht be­son­ders groß sein, son­dern nur schön genug, damit du dich nach der Le­se­ses­si­on drauf freust. Wie wäre es mit einer Folge dei­ner Lieb­lings­se­rie, einem le­cke­ren Essen oder einer Stun­de mehr Schlaf?

8. Le­se­part­ner su­chen

8. Le­se­part­ner su­chen

Zu zweit macht doch alles mehr Spaß, oder? Suche dir einen Part­ner oder eine Part­ne­rin, mit dem/der du ge­mein­sam liest. Ihr könnt euch über euren ak­tu­el­len Roman oder das neue Fach­buch aus­tau­schen, dar­über fach­simp­len, in Er­in­ne­run­gen schwel­gen. Ihr könnt euch ge­gen­sei­tig dazu mo­ti­vie­ren, in einer Woche ein Buch zu lesen, wenn ihr ver­ein­bart, am Sonn­tag dar­über zu spre­chen. Stellt euch viel­leicht auch eine Le­sechal­len­ge auf, zum Bei­spiel: Im Ok­to­ber lesen wir fünf Bü­cher.

Wenn du zu den­je­ni­gen ge­hörst, die ihre Ar­beits­er­geb­nis­se gerne mit an­de­ren tei­len, dann er­stel­le dir ein Konto bei den Lese-Com­mu­nities lo­ve­ly­books oder goo­dre­ads. Dort kannst du mit an­de­ren Le­sern spre­chen und in dei­nem Pro­fil ein­tra­gen, was du alles schon ge­le­sen hast.

9. Bü­cher hören

Wenn dir das Lesen auf Pa­pier schwer fällt oder du noch an dei­ner Le­se­kon­zen­tra­ti­on ar­bei­test, ver­su­che es doch mit Hör­bü­chern. Auf vie­len Por­ta­len wie Spo­ti­fy, au­di­ble oder iTu­nes gibt es fast alle Bü­cher ver­tont. Du kannst sie dir auf dein Handy oder dei­nen Com­pu­ter her­un­ter­la­den und sie an­hö­ren, wäh­rend du putzt, kochst, im Bett liegst, Auto fährst oder beim Sport bist. So nutzt du deine Zeit nicht nur ef­fek­tiv, son­dern hörst gleich­zei­tig so viele Sei­ten dei­nes Bu­ches, die du sonst viel­leicht nicht ge­schafft hät­test.

10. Lies, weil es schön ist

Lesen ist ein wun­der­ba­res Hobby, das nie zum Zwang wer­den soll­te. Bei allen Stra­te­gi­en und Ef­fi­zi­enz-Tipps: Lies ein­fach, weil es dir Freu­de macht. Lies, weil du es möch­test, weil du dich wei­ter­bil­den willst, weil du ein­fach Lust auf eine span­nen­de Ge­schich­te hast.
Lesen für das Stu­di­um ist eine Sache – Lesen nur für dich eine ganz an­de­re.

Das Lesen ist also nur eine Frage der Zeit und Lust. Mit un­se­ren zehn Tipps hast du prak­ti­sche Lö­sun­gen, die dir hel­fen, wenn du wirk­lich mehr Bü­cher im Se­mes­ter lesen möch­test. Denke immer daran: Du schulst dei­nen Geist mit einem Buch we­sent­lich mehr, als mit einem Net­flix-Binge oder mit dem 34. Kat­zen-Video.  

Der Ar­ti­kel hat dir ge­fal­len und das Lesen ge­hört zu dei­nen Lei­den­schaf­ten? Dann freue dich auf den 15. Ok­to­ber, wenn un­se­re neue Print-Aus­ga­be der viel. er­scheint, denn dort wir haben uns dem Thema Le­se­lie­be aus­führ­lich ge­wid­met. 

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