KI-An­bau­pla­nung: Räum­li­che Op­ti­mie­rung land­wirt­schaft­li­cher Öko-Re­ge­lun­gen auf Basis he­te­ro­ge­ner Feld­in­for­ma­tio­nen

För­der­sum­me: 350.000 €

Lauf­zeit: 15.02.2022 bis 31.12.2024

Pro­jekt­lei­ter: Prof. Dr. Yves Reck­le­ben

Mit­ar­bei­ter:     

  • 1 wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter

  • 1 tech­ni­scher Mit­ar­bei­ter    

Pro­jekt­part­ner: For­schungs- und Ent­wick­lungs­zen­trum der FH-Kiel GmbH

Kurz­fas­sung: Für eine zu­kunfts­ori­en­tier­te, um­welt­ver­träg­li­che und ren­ta­ble Land­wirt­schaft be­darf es einer prä­zi­sen Da­ten­grund­la­ge zur ziel­ge­rich­te­ten Ent­schei­dungs­fin­dung bei der Aus­wahl und Um­set­zung von Öko­re­ge­lun­gen. So kön­nen Flä­chen ef­fi­zi­ent ge­nutzt und gleich­zei­tig die Um­welt ent­las­tet wer­den. Stand heute wer­den Ent­schei­dun­gen auf Grund­la­ge von all­ge­mein zu­gäng­li­chem Know-how und auf Grund­la­ge lang­jäh­ri­ger Er­fah­run­gen von Land­be­wirt­schaf­tern sowie Be­ra­tungs­diens­ten ge­trof­fen. Mehr denn je be­steht heute ein Be­darf an be­triebs­spe­zi­fi­schen und stand­ort­ge­rech­ten In­for­ma­tio­nen zur Ent­schei­dungs­fin­dung, um so­wohl wirt­schaft­li­che als auch öko­lo­gi­sche Ziel­set­zun­gen in der Maß­nah­men­aus­wahl und -zu­ord­nung zu ver­ei­nen. Mit Her­aus­for­de­run­gen, die vom de­mo­gra­fi­schen Wan­del bis zur Markt­vo­la­ti­li­tät und vom Kli­ma­wan­del bis zur Er­hal­tung der bio­lo­gi­schen Viel­falt rei­chen, sowie auf­grund hoher Er­war­tun­gen in Bezug auf z.B. die Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on als auch auf­tre­ten­de Ziel­kon­flik­te in der An­bau­pla­nung und Be­stan­des­füh­rung, kön­nen Ent­schei­dungs­pro­zes­se zu­künf­tig nicht ohne in­tel­li­gen­te Un­ter­stüt­zungs­sys­te­me ge­löst wer­den.

Ziel des Pro­jek­tes ist, ein di­gi­ta­les Ent­schei­dungs-Un­ter­stüt­zungs-Sys­tem auf­zu­bau­en, wel­ches es er­mög­licht, die klein­räu­mi­ge Ver­tei­lung von aus­ge­wähl­ten Öko-Re­ge­lun­gen auf Basis he­te­ro­ge­ner Da­ten­grund­la­gen eines land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­bes zu un­ter­stüt­zen. Dabei sind die ver­schie­de­nen Blick­wei­sen der be­tei­lig­ten In­sti­tu­tio­nen und der Agrar­ver­wal­tung von Be­deu­tung und flie­ßen in das Pro­jekt und die Ent­wick­lun­gen ein.

Es sol­len geo­re­fe­ren­zier­te Da­ten­quel­len von Fel­dern mit un­ter­schied­li­cher Ska­lie­rung mit Hilfe von künst­li­cher In­tel­li­genz hin­sicht­lich ihrer Qua­li­tät ge­fil­tert, mit­ein­an­der ver­schnit­ten und auf ein ge­mein­sa­mes Ras­ter in­ter­po­liert wer­den. Grund­la­ge hier­für sind ei­ner­seits Re­fe­renz­da­ten­sät­ze zur Aus­ar­bei­tung von Feh­ler­glei­chun­gen un­ter­schied­li­cher Mess­me­tho­den. An­de­rer­seits die­nen Lern­da­ten­sät­ze dazu, das KI-Sys­tem zu va­li­die­ren, um es an­schlie­ßend auf Da­ten­quel­len mit un­be­kann­ter Her­kunft an­zu­wen­den. Durch die se­lek­ti­ve Ver­schlech­te­rung der Auf­lö­sung bis hin zur De­ak­ti­vie­rung ein­zel­ner Fea­tures des Al­go­rith­mus sol­len die Sen­si­ti­vi­tät der Ras­te­rung be­trach­tet und Re­gel­sät­ze zur Da­ten­aus­wahl in der Pra­xis aus­ge­ar­bei­tet wer­den. Das As­sis­tenz-Sys­tem soll zu Pro­jek­ten­de um einen Leit­fa­den zur KI-Mus­ter­er­ken­nung für sys­te­ma­ti­sche Feh­ler in Da­ten­quel­len sowie einen geo­sta­tis­ti­schen Work­flow zur Ras­te­rung he­te­ro­ge­ner Da­ten­sät­ze er­gänzt wer­den.

In die­sem Vor­ha­ben ar­bei­tet das Team um Prof. Reck­le­ben mit dem Bau­ern­ver­band Schles­wig-Hol­stein e.V., Rends­burg, mit der Treurat + Part­ner Un­ter­neh­mens­be­ra­tungs­ge­sell­schaft mbH, Kiel, sowie mit der Q2 IT-So­lu­ti­ons UG, Langstedt, zu­sam­men.