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Astronomie mit Teilchen und Wellen

Hörsaalvortrag mit Prof. Dr. Ulrich Sowada

Seit einigen Jahrzehnten werden astronomische Fakten nicht nur aus Beobachtungen mit Teleskopen abgeleitet. Komplizierte Messverfahren sind entwickelt worden, um die Energiegewinnung der Sonne und die Vereinigung von schwarzen Löchern zu messen. Prof. Dr. Ulrich Sowada erläutert diese in einem allgemeinverständlichen Vortrag. Thomas Schröder rundet mit den Mitteln moderner Planetariumstechnik den Vortrag ab.

Unsere Sonne gewinnt ihre Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne. Damit das geschehen kann, ist die Abstoßungskraft der positiv geladenen Atomkerne zu überwinden. Im Zentrum der Sonne herrscht eine hohe Temperatur und ein hoher Druck, wodurch die Verschmelzung der Atomkerne von Wasserstoff zu Helium möglich wird. Dabei entstehen aber auch neutrale Elementarteilchen, sogenannte Neutrinos. Ihr Nachweis stellte sich als extrem kompliziert heraus. Ein erfolgreiches Experiment ist in einem Bergwerk in South Dakota aufgebaut worden. Dafür erhielt Raymond Davis im Jahr 2002 den Physik-Nobelpreis.

Bei der Vereinigung zweier schwarzer Löcher entstehen Gravitationswellen. Im August 2017 sind an drei Mess-Stationen auf der Erde erfolgreich Gravitationswellen nachgewiesen worden. Dadurch erfuhren wir von einem kosmischen Ereignis, das sich in einer Entfernung von fast 2 Milliarden Lichtjahren abgespielt hat. Für diese Erfolge wurde der Physik-Nobelpreis für 2017 vergeben.

Veranstaltungsdetails

Datum: Samstag, 24. Februar 2018 (18.30 Uhr)
Ort: Mediendom-Kuppel
Eintritt: 6,00 Euro (erm. 4 Euro)




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  Diese Seite wurde zuletzt am  12.01.2018  aktualisiert