Was ist gute Lehre? Quo vadis Fachhochschule? - 50 Jahre Lehre an Fachhochschulen

4. Konferenz zur Qualität in der Lehre an der Fachhochschule Kiel am 4. und 5. Mai 2017

Die vierte Konferenz zur Qualität in der Lehre nimmt das in 2018/19 bevorstehende Gründungsjubiläum des Hochschultyps Fachhochschule zum Anlass, eine Standortbestimmung für die Lehre an Fachhochschulen vor deren geschichtlichen Hintergrund und Bildungsauftrag mit Blick auf zukünftige Entwicklungstrends vorzunehmen.

Die Gründung der Fachhochschulen wurde in der Bundesrepublik Deutschland mit der Grundsatzerklärung der Ministerpräsidenten der Länder zur Errichtung von Fachhochschulen am 5. Juli 1968 im Zuge großer Bildungsreformen in die Wege geleitet. Mit dem neuen Hochschultyp sollten Institutionen im tertiären Bildungssektor etabliert werden, die Studierende auf wissenschaftlicher Grundlage in kürzeren Studiengängen praxisorientiert ausbilden und durch herausgehobenen Anwendungsbezug zu selbständiger Tätigkeit im Beruf befähigen.

In Schleswig-Holstein wurden die ersten Fachhochschulen der Bundesrepublik Deutschland bereits 1969 gegründet. Die Fachhochschule Kiel gehört somit zu den ältesten Fachhochschulen Deutschlands.

Im Tagungsprogramm wird sich die historische Perspektive  als Querschnittsthema durch alle Beiträge ziehen, so dass Veränderungsprozesse in den Blick geraten und in eine fundierte Auseinandersetzung einbezogen werden können. Mehrere  große Themenblöcke werden in unterschiedlichen Formaten – Vorträgen, Symposien und Workshops – bearbeitet:

In der Keynote zum  Konferenzauftakt  zeichnet  Prof. Dr. Rolf Schulmeister  die Entstehung und Rolle der Fachhochschulen im Bildungswesen nach. Prof. Silke Bock eröffnet den zweiten Konferenztag mit einer Reflexion der Spezifika der Lehre an Fachhochschulen.

In fachdidaktischen Workshops wird  anwendungsorientierte und praxisbezogene gute Lehre in drei  für Fachhochschulen typischen Disziplinen unter folgenden Leitfragen auf den Prüfstand gestellt:

Wie verbindet man Theorie und Praxis in der sozialpädagogischen, der ingenieurwissenschaftlichen oder der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre? Welche didaktischen Konzepte nutzen die jeweiligen Fachdisziplinen zur Verzahnung von theoretischen und praktischen Anteilen?

Weitere Themenblöcke werden in vier Symposien diskutiert: Berufsbiografische Merkmale von Fachhochschulprofessorinnen und -professoren, die zunehmende Heterogenität von Studierenden, der Theorie-Praxis-Transfer und das Verhältnis von Universitäten und Fachhochschulen.

In einer von Dr. Jan-Martin Wiarda moderierten Podiumsdiskussion werden Entwicklungstrends der Fachhochschule(n) und das zukünftige Verhältnis der Hochschultypen thematisiert.




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  Diese Seite wurde zuletzt am  27.04.2017  aktualisiert